Leitbild zur Menschenwürde

  • Ich pflege zu den Nutzer*innen einen respektvollen und gleichberechtigten Umgang und erkenne sie als Person an.
  •  Ich übe keine Macht aus und schaffe so Lebensräume, in denen Selbstbestimmung, Entwicklung und Freude möglich sind.
  •  Ich reflektiere mein Handeln, hole mir Beratung und Rückmeldung und arbeite im Team.
  •  Ich gebe den Nutzer*innen Orientierung, Struktur und Sicherheit.
  •  Ich nehme eine professionelle Haltung ein.
  •  Ich respektiere die Gefühle und Befindlichkeiten der Nutzer*innen und leite mein Handeln daraus ab.
  •  Ich achte auf meine Schweigepflicht gegenüber Dritten.
  •  Ich nutze die Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten der Nutzer*innen.
  •  Ich schaffe ein sicheres und gefährdungsfreies Umfeld.
  •  Ich achte auf das äußere Erscheinungsbild der Nutzer*innen und auf die persönliche Hygiene.
  •  Ich baue eine persönliche und vertrauliche Beziehung zu den Nutzer*innen auf und verhindere Missbrauch.
  •  Ich beachte und respektiere die Kompetenzen der Nutzer*innen und gebe die Hilfen, die sinnvoll und notwendig sind.
  •  Ich achte die Autonomie, die Selbstbestimmung und die Selbstständigkeit.
  •  Ich beachte und respektiere die Vorlieben und Wünschen der Nutzer*innen und handele danach.
  •  Ich sorge für ein kulturell-, alters-, geschlechts- und zeitgemäßes Umfeld unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche und beachte die Biographie der Nutzer*innen.
  •  Ich stelle eine Privat- und Intimsphäre für jede/n Nutzer*in her und achte auf die Einhaltung.

 

 

Konzept zur Prävention von und zum Umgang mit Gewalt 

Jeder Mensch im Jugendgemeinschaftswerk hat ein Recht auf Schutz vor Gewalt – in der Wohnsituation, in der Tagesförderstätte, am Arbeitsplatz. Das gilt gleichermaßen für Nutzer*innen wie für Mitarbeiter*innen, für Besucher*innen wie für externe Dienstleister*innen.

Unsere Dienste werden in erster Linie von Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen genutzt. Viele unserer Nutzer*innen sind sehr verletzlich, vor allem da viele hinsichtlich der Kommunikation und / oder der Mobilität eingeschränkt und auf umfassende Unterstützung durch uns angewiesen sind. Kurz gesagt: Viele können sich nicht angemessen zur Wehr setzen gegen etwaiges gewalttätiges Handeln.

Das gleiche Recht auf Schutz vor gewalttätigem Handeln haben unsere Mitarbeiter*innen, auch wenn ihnen im Allgemeinen eine größere Vielfalt an Möglichkeiten zur Verfügung steht, sich zu wehren. Durch die Begleitung von Menschen z.B. in Krisensituationen besteht für die Mitarbeiter*innen aber ein erhöhtes Risiko, selber zum Ziel gewalttätigen Handelns zu werden. 

Mit dem Konzept zur Prävention von und zum Umgang mit Gewalt wollen wir 

klären, was wir unter Gewalt verstehen,

fördernde und hemmende Faktoren für Gewalt analysieren,

Maßnahmen der Prävention von und des Umgangs mit Gewalt darlegen sowie

konkrete Anleitungen geben 

und somit ein erhebliches Mehr an Sicherheit für alle Beteiligten herstellen.

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, sprechen Sie uns gern an.