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Geschichte 

 

Die Wurzeln des Jugendgemeinschaftswerk e.V. liegen in der Aus- und Weiterbildung junger, arbeitsloser und geflüchteter Frauen, die nach dem 2. Weltkrieg besonders auf pädagogische und fachliche Hilfen angewiesen waren.
Im Frühjahr 1950 gründete Frau Guste Schepp die „Bremer Mädchenkreise“, in denen im Auftrag des Arbeitsamtes die Qualifizierung der jungen Frauen in den Bereichen Nähen, Plätten, Kochen, Hauspflege und später auch Grundlehrgänge auf der Vulkan-Werft angeboten wurden.

Nach einigen Standortwechseln zog das Jugendgemeinschaftswerk e.V. 1953 in die Richthofenstraße 70 A in Bremen-St. Magnus, dem heutigen Stammsitz. In Kooperation mit dem Martinshof entwickelte sich eine so genannte „beschützende Werkstatt“.

1975 betrat das Jugendgemeinschaftswerk e.V. bundesweit Neuland: das „Haus Buchenwinkel“ in der Richthofenstraße wird eine Tagesstätte für Menschen mit Behinderungen
als teilstationäres Versorgungsangebot. In Abgrenzung zu dem Werkstattangebot, welches fortan vom Martinshof weitergeführt wird, ist dieses Angebot für diejenigen, die nicht oder noch nicht in der Lage sind, die notwendigen Arbeitsleistungen in einer Werkstatt zu erfüllen. Im Vordergrund steht die pädagogische Förderung mit dem Grundsatz: „Niemand wird aufgrund der Schwere seiner Behinderung abgelehnt und ausgegrenzt“. Der Bedarf für dieses Angebot in Bremen und umzu ist groß, so dass die Kapazität von 60 Plätzen schon bald voll ausgelastet ist.

Auf dem Hintergrund der Enthospitalisierung und der daraus hervorgehenden Auflösung der Psychiatrie „Kloster Blankenburg“ erweitert das Jugendgemeinschaftswerk e.V. sein Angebot 1983 und eröffnet auf dem Grundstück in der Richthofenstraße 70 ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen mit 25 Plätzen unter dem Namen „Haus Richardson“. Dafür wird eine stilvolle Villa mit Nebengebäuden behindertengerecht umgebaut.

1991, knapp 8 Jahre später, wird ein neuer Standort mit einem weiteren Wohnheim mit 35 Plätzen in Bremen-Aumund mit dem Namen „Haus Dobbheide“ in Betrieb genommen und Teile dieses Hauses werden zu einer Tagesstättenerweiterung umgebaut.

2012 wird der Neubau auf dem Grundstück Chaukenhügel 11 fertiggestellt und das Wohnheim zieht aus dem alten "Haus Richardson" in ein neues Wohnheim. Ende des Jahres ziehen auch die Verwaltung ins alte grundsanierte Gärtnerhaus  und die Tagesförderstätte in einen angedoggten Neubau in den Chaukenhügel 13.